Fotoalbum basteln – Teil 1: Planung & Checkliste

Fotoalbum selber basteln - Planung und Checkliste zum Download

Willkommen zu meiner ersten Artikelserie. Ich möchte mit dir ein Fotoalbum basteln – von der Planung bis zum fertigen Album. In Teil 1 geht es heute um die Planung, die gehört nämlich dazu, bevor du dich voller Elan ins Papierchaos stürzt. :-)

besonderes Geschenk zum Schulanfang: Fotoalbum
Wir planen & basteln ein Fotoalbum.

Hier erkläre ich dir die Herangehensweise an so ein  umfangreiches Album-Projekt.

Ich zeige dir, worauf du bei der Erstellung der Seiten achten solltest, damit dein Album am Ende auch schön harmonisch aussieht und die gewünschte Menge an Fotos bequem hinein passt.

Wenn du nicht so viel lesen magst, dann schaue dir am besten gleich mein Erklärvideo am Ende des Beitrags an, dort findest du auch die Checkliste zum Download.

Warum du dein Album planen solltest

Ganz oft sehe ich mir Videos an, in denen selbst gebastelte Fotoalben (Mini Alben) gezeigt werden. Fast genauso oft frage ich mich, wie in dem Album alle Fotos Platz finden sollen.

Oftmals sind die vielen Klappen und Taschen so eng gehalten, dass es zwar (leer) wunderbar aussieht, aber die geplante Menge an Fotos (die ja auch eine gewissen Dicke haben) unmöglich darin Platz haben kann.

Bestes Beispiel hierfür ist mein Album für DM Fotosticker, dort hatte ich mich zuerst total verschätzt und die Anleitung deshalb noch einmal mit neuen Maßen überarbeitet.

Ich gestalte meine Alben vielleicht nicht ganz so raffiniert, aber dafür weiß ich auch genau, dass wirklich alles hineinpasst, was hineinpassen soll. Dekoration eingeschlossen. Und genau deshalb finde ich die Planung eines Fotoalbums im Vorfeld so wichtig.

Wie viele Fotos sollen hineinpassen?

Das ist ein ganz wichtiger Punkt für die Planung deines Albums. Wenn du weißt, dass du zB. 30 Fotos in 9 x 13 cm unterbringen möchtest, eignet sich ein kleines, getackertes Album nicht so gut. Deshalb solltest du dir über die Anzahl und Größe einigermaßen im Klaren sein.

Tipp: Wenn mehr als 50 Fotos in das Album passen sollen, würde ich dir eine Drahtbindung oder ein großes Photo Folio empfehlen. Es spricht auch nichts dagegen, wenn du ein ein Fotoalbum kaufst und es gestaltest.

Welche Größe und welches Format haben die Fotos?

Das ist ganz wichtig für die spätere Größe deines Albums, denn danach wird die Seitengröße sowie die Länge und Breite der Klappen und Taschen festgelegt.

Normalerweise mache ich meine Alben für Fotos in Standardgröße, also 10 x 15 cm oder auch 9 x 13 cm. Mittlerweile bieten jedoch viele Bilderdienste auch andere Formate an, deshalb solltest du gerade bei Auftragsarbeiten immer nach der Größe der Fotos fragen.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Fotos eher im Hoch- oder Querformat entwickelt werden. Es würde wenig Sinn machen, ein schönes Album im Querformat zu basteln um dann festzustellen, dass das eigentlich gar nicht richtig ist.

Merke also: Fotogrößen und Formate festlegen oder nachfragen.

Was für ein Album soll es werden?

Wenn du weißt, wie viele Fotos in welcher Größe in dein Album sollen, musst du dir überlegen, was für ein Fotoalbum du überhaupt basteln möchtest. Soll es klassisch sein, also mit Bindung und Seiten? Oder darf es doch lieber ein Klappalbum sein, eine Art Photo Folio? Oder etwas mit Drahtbindung?

Wenn du dir klar darüber bist, was es denn werden soll, kannst zum nächsten Schritt deiner Überlegungen übergehen.

Mache eine Skizze!

Eine Skizze ist immer hilfreich. Egal, ob für Maße oder Gestaltung. Hier siehst du dann in groben Zügen und schwarz auf weiß, wie dein Fotoalbum später mal aussehen soll. In erster Linie dient die Skizze aber dazu, die Maße für deine Seiten, die Bindung und das Cover festzulegen, denn wer kann sich das schon alles merken?

Fotoalbum selber basteln Anleitung
So sehen meine Planungen meistens aus (hier für ein Klappalbum, ein sogenanntes Photo Folio).

Tipp: Wenn du dir deine Skizzen in einen Ordner oder ein Notizbuch überträgst, musst du nicht immer wieder von vorne anfangen. Du kannst Maße und Gestaltungsvorschläge immer wieder aus deinem schlauen Ordner/ Buch ablesen. Praktische Sache! :-)

Wo sollen Klappen und Taschen angebracht werden?

Das hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab, der eine mag es eher schlicht und ein anderer liebt es, immer wieder etwas neues entdecken zu können. Ich bevorzuge eine Mischung aus beidem.

Fotoalbum "Piraten" mit vielen Taschen und Klappen zur Einschulung oder Kindergarten.
Fotoalbum “Piraten” mit vielen Taschen und Klappen.

Nachdem du die Skizze deiner Grundidee gezeichnet hast, solltest du nun Klappen und Taschen einzeichnen. Hier finde ich wichtig, dass das Album am Ende stimmig aussieht.

Wenn auf einer Seite lauter Klappen sind und auf den anderen Seiten gar nichts mehr, finde ich das nicht so schön. Eine Klappe hier, eine Lasche dort und alles wirkt ausgewogen und schön für den Betrachter.

Lege die Maße fest

Das ist der wichtigste Schritt im ganzen Planungsprozess. Wenn die Maße nicht stimmen, wird dein Album höchstwahrscheinlich zu klein. Meistens neigt man nämlich dazu, alles “genau passend” zu planen.

Daran merkst du, dass das Album zu klein ist:

  • die Fotos haben nicht genug Platz (auch in der Höhe)
  • Laschen und Klappen liegen nicht glatt auf, sondern stehen ab
  • Magnetverschlüsse gehen immer wieder auf

Dein Album steht somit unter Spannung und irgendwann beginnen sich die ersten Seiten oder die Bindung abzulösen.

So ermittelst du die Maße richtig

Zuerst legen wir das Grundmaß (Länge und Breite) unserer Seiten fest, indem wir das größte geforderte Fotomaß nehmen und ringsherum noch einen Abstand von mindestens 2 cm lassen. Bei ganz kleinen Alben kann dieser Abstand auch kleiner sein, aber sonst mag ich es eher luftig und locker.

Beispiel: Das größte Fotomaß ist 10 x 15 cm, dazu kommen die Abstände zum Rand sowie Platz für die Bindung. Das Gesamtmaß unserer Seiten beträgt also 21 x 14 cm. Ziemlich groß, was?

Beispiel für die Berechnung der Seitengröße.

Für Klappen und Taschen muss noch eine extra Höhe eingerechnet werden. Bedenke: Wenn jeweils vorne und hinten ein Foto aufgeklebt wird, brauchen die Laschen eine gewissen Höhe, damit sie sich noch gut schließen lassen.

Tipp: Ich gebe bei übereinander liegenden Klappen/ Laschen immer 2 – 3 mm bzw. 1/8 Zoll an Höhe je Klappe dazu. Dabei beginne ich bei der Klappe, die zuerst eingeklappt wird.

In diesem Beispiel solltest du es gut erkennen können:

Beispielrechnung für ein Fotoalbum
Rechne für jede Klappe und Lasche genug Höhe ein.

Reicht das Papier?

Möglicherweise hast du schon einmal mit einem Album begonnen und dann mittendrin festgestellt, dass das Designpapier nicht reicht. Deshalb möchte ich dir folgende Tipps geben:

  1. Rechne dir zunächst anhand der Mattungen aus, wieviele Bögen du vom Designpapier benötigst. Achte darauf, dass du die Papiere sparsam zuschneidest. Oftmals bekommst du mindestens zwei Mattungen aus einem Bogen Designpapier heraus.
  2. Erst, wenn alle Mattungen zugeschnitten sind, entscheide ich, was ich mit dem verbleibenden Papier mache.
  3. Nutze die Reste für Taschen! Die Mattungen in den Taschen müssen nicht die volle Breite/ Höhe haben, da man das durch die Tasche sowieso nicht sieht.
  4. Sollte es wirklich einmal knapp werden, benutze ich Bögen aus anderen Paper Pads des gleichen Herstellers. Die Farben sind in der Regel immer in den gleichen Grundtönen abgestimmt, so kann man problemlos untereinander kombinieren

Wähle eine Bindung

Es hängt natürlich von der Art deines Albums ab, ob du überhaupt eine Bindung verwenden musst. Bei einem Klappalbum – wie in meiner Skizze – brauchst du zB. gar keine. Bei einem klassischen Album gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, das Album zu binden.

In den nächsten Tagen zeige ich dir 5 einfache Möglichkeiten, ein Fotoalbum zu binden.

Beginne damit, dein Fotoalbum zu basteln!

Nachdem du alles geplant und skizziert hast und auch die Maße feststehen, kannst du damit beginnen, dein Fotoalbum zu basteln.

Mit Papier, Schere und Kleber hast du die wichtigsten Materialien bereits beisammen. Was ich dir noch ans Herz legen möchte, ist ein Falzbrett und ein Papierschneider. Beides ist erschwinglich und es lohnt sich, wenn du viel mit Papier bastelst.

Verwende unbedingt einen guten Kleber – du möchtest doch nicht, dass das Album gleich nach der Fertigstellung auseinander fällt? Ich empfehle dir den Rayher Papierkleber. Dieser Kleber ist günstig, geruchlos und hält sehr gut. Eine Flasche reicht ziemlich lange, da nur ganz wenig Kleber benötigt wird.

Ein weiterer sehr guter Kleber ist Collall Alleskleber. Das ist ein Flüssigkleber auf Lösungsmittelbasis. Vorteil: Er ist sehr günstig, hält genial und die Seiten wellen sich nicht. Dafür riecht er ein wenig. Nicht so sehr, dass man sofort alle Fenster aufreißen muss, aber doch wahrnehmbar. Ich finde den Geruch nicht schlimm, vielleicht probierst du ihn einfach mal aus?

Schau dir mein Erklärvideo an und lade dir die Checkliste herunter

Wenn das alles zu umfangreich für dich war oder du an der einen oder anderen Stelle Probleme hattest, meine Tipps zu verstehen, lege ich dir mein – diesmal etwas längeres – Video ans Herz. Darin erkläre ich dir noch einmal ganz genau, worauf man bei der Planung eines Fotoalbums achten sollte. Ich hoffe, es sind einige gute Tipps für dich dabei.

Möchtest du alles noch einmal in Kurzform nachlesen und stets zur Hand haben, dann lade dir meine kostenlose Checkliste zur Erstellung eines Fotoalbums herunter.

Viele Grüße aus dem Papiertraumland.


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2 Kommentare

  1. Hallo Heike!
    Du kommst ein paar Tage zu spät für mich!! *lach* Ich habe nämlich derzeit mal wieder ein Album in Arbeit. Interessant ist, daß sich deine Vorgehensweise teils mit meiner deckt, teils aber auch anders abläuft. Ich muß auch noch viel mehr vorher mit Restepapier ausprobieren. Aber das liegt wahrscheinlich daran, daß ich noch nicht so viel Erfahrung mit dem Albenbau habe.
    Eine tolle Idee jedenfalls für eine Beitragsserie! Ich werde sie gespannt weiter verfolgen!
    Liebe Grüße vom HirschEngelchen
    Anka

    • Liebe Anka, das hattest du mir ja bereits verraten, dass du eine Plan-Wahnsinnige bist. ;-) Ich denke auch, dass man – je mehr Alben man macht – immer mehr Routine bekommt und abschätzen kann, wie es passt und wie weit man mit dem Papier kommt. Im nächsten Teil geht es dann erstmal mit dem Grundgerüst weiter, aber das kannst du bestimmt im Schlaf. :-)
      Danke für deinen Kommentar und LG Heike

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